Seit Jahren sind die 3D Drucker auf dem Vormarsch. Mehr und mehr Produktentwickler setzen auf additive Verfahren im Bereich Rapid-Prototyping, um die immer höheren Anforderungen bei der Entwicklung neuer Produkte bewältigen zu können. Reduzierung der Kosten ist dabei der wesentliche Faktor. Durch den Einsatz eines 3D Druckers können bisher sequentiell verlaufende Prozesse quasi parallel geführt werden; so kann die Marketingabteilung erste Funktionsmuster in den Händen halten, lange bevor die Werkzeuge für die eigentliche Fertigung entwickelt sind. 3D Drucker sind in der Lage, in kurzer Zeit zu geringen Kosten verschiedene Varianten eines Konzeptmodells zu erstellen.
Die Firma medacom GmbH mit Sitz in Butzbach ist ein erfahrener Anbieter der 3D-Technologie. Nach intensiver Analyse verfügbarer Systeme hat sich die medacom schon vor Jahren für den Vertrieb der FDM-Systeme von Stratasys entschieden. Diese 3D Drucker verarbeiten ABS-Thermoplast, ein sehr gängiger Werkstoff, der auf vielfältige Art be- und weiterverarbeitet werden kann. Die formstabilen Modelle ermöglichen es, Funktionsmuster zu erstellen, die auch verklebt, geschliffen, lackiert und galvanisiert werden können.
Die 3D Drucker der neuesten Polyjet-Modeling Generation von Objet verarbeiten modernste Photopolymer-Materialien in ultradünnen Schichten (bis zu 16µm). Diese werden so lange schichtweise auf eine Bauplattform gejettet, bis das Modell fertig gestellt ist. Jede Photopolymer-Schicht wird sofort nach dem Jetten mit UV-Licht gehärtet; so werden vollständig gehärtete Modelle erstellt, die ohne Nachhärten sofort verwendet werden können. Das gelartige Stützmaterial, das speziell für komplizierte Geometrien ausgelegt ist, kann von Hand oder mit einem Wasserstrahl entfernt werden. Der besondere Clou dabei: es ist möglich, innerhalb eines Modelles verschiedene Materialien oder auch verschiedene Härtegrade zu verwenden. Damit sind viele Prototypen noch näher am späteren Endprodukt.
Ein eigener 3D Drucker steigert die Kreativität, verkürzt die Entwicklungszeiten, reduziert Entwicklungskosten und verhindert frühzeitig Fehler im Entwicklungsprozess. Über Konzeptmodelle und Funktionsmuster hinaus geht der Trend immer mehr dazu, 3D Drucker auch zur Fertigung von Werkzeugen oder Kleinserien einzusetzen. Das Potential dieser Systeme ist noch lange nicht ausgeschöpft, so ist es nur konsequent, dass die medacom weiter expandiert, um den wachsenden Markt abdecken zu können.